Kaninchenschnupfen

Kanichenschnupfen

…kann eine sehr gefährliche Angelegenheit für das Tier sein. Daher gilt es auf die ersten Anzeichen zu achten und schnell zu handeln, wenn sich ein Schnupfen bemerkbar macht.

Wie bei fast allen Krankheiten merkt man dem Tier auch hier zu Beginn so gut wie nichts an, sodass man sehr genau beobachten muss, ob das Kaninchen evtl. an einer Atemwegserkrankung leidet.

Schon bei den ersten Anzeichen eines Schnupfens sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

Erste Anzeichen

…sind meist sporadisches, trockenes Niesen, welches sich oft recht schnell in regelrechte Niesattacken ausweiten kann. Kommt es nicht schnell zu einer medizinischen Behandlung, tritt i.d.R. weißliches Sekret aus den Nasenlöchern aus (Ausfluss), wodurch die Nasenpartie regelrecht verschmiert.

Ein weiteres Anzeichen ist häufiges „Naseputzen“ des Kaninchens mit den Vorderpfoten.
Auf diese Hinweise also stets achten und rechtzeitig den Tierarzt aufsuchen.


Hier gibt es Tipps für die Hausapotheke deiner Kaninchen!

Erkältung bei Kaninchen

Eine Erkältung bei Kaninchen bzw. Zwergkaninchen ist oftmals gut behandelbar, wenn nicht zu lange gewartet wird. Sie kann aber auch chronisch werden, wenn nicht rechtzeitig mit der entsprechenden Behandlung begonnen wird.

Kaninchenschnupfen

Der sogenannte Kaninchenschnupfen hingegen ist im Vergleich zu einer bloßen Erkältung schwerer zu behandeln. Es handelt sich hierbei meist um einen Befall unterschiedlicher Bakterien, die sich tief in den Nebenhöhlen des Kaninchens einnisten und nur durch medikamentöse Behandlung in Schach gehalten werden können.

Verursacher des Kaninchenschnupfens

Die Hauptverursacher sind laut Tierärzten die Bakterien „Pasteurella multocida“ und
„Bordetella bronchiseptica“. Aber auch andere Erreger können bei einer Infektion beteiligt sein. Hier werden oft „Streptokokken“, „Staphylokokken“ und weitere, als auch einige Viren-Arten diagnostiziert.

Es handelt sich bei einem Kaninchenschnupfen als fast immer aus einer Kombination verschiedener Erreger. Diese sind auch sehr aggressiv, weshalb es oft zu Todesfällen bei erkrankten kommt.

Wie bei einer zu spät behandelten Erkältung kann auch beim Kaninchenschnupfen eine Lungenentzündung auftreten, da das Tier durch die Atemwegserkrankung sehr geschwächt ist. Es kann also auch passieren, dass das Kaninchen an Folgeerkrankungen wie einer Lungenentzündung oder an Fieber verstirbt.

Erkenne ich den Unterschied zwischen einer Erkältung und Kaninchenschnupfen?

Als Kaninchenhalter/in hat man keine Chance zu erkennen, ob es sich um eine Erkältung des Tieres oder um einen Kaninchenschnupfen handelt. Daher ist (wie bereits gesagt) der Gang zum Tierarzt schnellstmöglich erforderlich, da nur dieser eine korrekte Diagnose erstellen und eine entsprechende Behandlung vornehmen kann!

Die auslösenden Bakterien und/oder Viren sind häufig auch bei gesunden Tieren vorhanden, ohne dass zu einem Ausbruch einer Krankheit kommt. Dies geschieht dann meist bei einem Zusammenspiel ungünstiger Faktoren, welche das Kaninchen schwächen. Einige Ursachen finden sich im Folgenden:

Anzeige



Kaninchenschnupfen

Kaninchen mit leichtem Schnupfen. Bereits jetzt sollte ein Tierarzt aufgesucht werden

Häufige Gründe für eine Erkrankung der Atemwege

Die häufigsten Gründe für den Ausbruch einer Erkältung oder des Kaninchenschnupfens sind:

Zugluft

Zugluft ist nicht nur für Menschen, sondern auch für Kaninchen schlecht. Daher sollte der Kaninchenstall nicht direkt neben oder unter Fenstern stehen und der Standort prinzipiell so gewählt sein, dass keine Zugluft um den Käfig herum wehen kann.

Trockene Luft

Ebenso kann sehr trockene Luft ebenfalls zu Atemwegserkrankungen führen. Vor allem im Winter sollte stets für genügend Luftfeuchtigkeit im Raum gesorgt werden. Dies gelingt am besten mit einem Raumbefeuchter, einigen Schälchen gefüllt mit Wasser (die im Raum verteilt werden, sodass das Wasser verdunsten kann), nassen Handtüchern, die über die Heizung gelegt werden und mit Zimmerpflanzen, da diese Feuchtigkeit in die Umgebungsluft freigeben.

Staub

Auch Staub vor allem von Heu, Stroh und Einstreu können ebenfalls eine Ursache darstellen. Dies kann man problemlos testen, in dem man (wie hier beschrieben) ein anderes Einstreu und frischeres bzw. hochwertigeres Heu verfüttert, sodass die Staubbelastung im direkten Umfeld des Kaninchens deutlich sinkt.
Hieraus können sich im schlimmsten Fall auch Allergien entwickeln, die das Kaninchen kaum mehr losbekommt. Also sollte auch dieser Aspekt gründlich abgeklärt werden.

Hygiene

  • durch zu viel Hygiene im Stall (häufiges desinfizieren) kann das Immunsystem des Kaninchens geschwächt werden
  • Im Gegensatz dazu kann auch ein viel zu dreckiger Stall Krankheiten auslösen
  • Auch bei uns Menschen kann sich ein Kaninchen anstecken. Man sollte also stets auf ausreichend Hygiene bei sich selbst achten (beim Streicheln, füttern, saubermachen etc.)
  • Ist man selbst erkrankt, bleibt man den Tieren besser fern!

Ernährung

Erhält das Kaninchen eine nicht bedarfsgerechte Ernährung wird das Immunsystem des Tieres natürlich geschwächt. Auf die richtige Zusammensetzung des täglichen Menüplanes muss also unbedingt geachtet werden.


Artgerechtes Kaninchenfutter – Hier kannst du dich informieren!

Rauch / Abgase

Rauchen und Abgase durch Verkehr sind nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere schädlich. Also nicht in der Nähe der Tiere rauchen und den Standort des Stalls bzw. Gehege so wählen, dass sich die Tiere nicht direkt an einer viel befahrenen Straße befinden oder das Fenster direkt an solch eine Straße angrenzt.

Vorerkrankungen

Sollte das Kaninchen bereits durch eine andere Krankheit geschwächt sein, kann es sich schneller erkälten oder mit dem Kaninchenschnupfen infizieren.

Stress

Stress kann ebenfalls ein Auslöser für diverse Krankheiten sein. Hier kommen bspw. eine nicht passende Zusammensetzung der Gruppe, ein zu kleines Gehege, zu wenig Rückzugsmöglichkeiten etc. in Frage.

Behandlung

Eine konkrete Diagnose und anschließende Behandlung muss zum Wohl des Teres unbedingt von einem Tierarzt vorgenommen werden! Ohne eine entsprechende tierärztliche Untersuchung kann oftmals auch nicht festgestellt werden, ob es „bloß“ um eine Erkältung handelt oder um einen (chronischen) Kaninchenschnupfen.


Hier kannst du dich über eine Krankenversicherung für Kaninchen informieren!

Vorbeugende und begleitende Maßnahmen

Um eine Erkältung oder den Ausbruch eines Kaninchenschnupfens bestmöglich zu verhindern sollten die oben genannten Ursachen beachtet werden. Wird das Tier

gehalten, kann man das Immunsystem der Kaninchen entsprechend stärken.

Zudem kann man während einer medikamentösen Behandlung (durch den Tierarzt) das Immunsystem weiter stärken, indem man (am besten frische) Kräuter und Blütenpollen anbietet. Hier gibt es i.d.R. auch keine Nebenwirkungen.

Medikamente wie „Gladiator Plus“, „Umijo Pet* etc. sind sehr gut geeignet um das Immunsystem langfristig aufzubauen und zu stärken. Aber auch hier der Hinweis, diese nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt zu verabreichen. Allein schon um ggf. mögliche Wechselwirkung mit anderen Medikamenten zu vermeiden.


Weitere Medikamente zur Stärkung des Immunsystems – Hier kannst du dich informieren!

Weiterhin sollte dem Tier eine Wärmelampe oder eine »Wärmflasche für Haustiere«* zur Verfügung gestellt werden. Die Wärmelampe wird maximal auf handwärme eingestellt und auf eine Ecke im Käfig ausgerichtet. So kann das Kaninchen selbst wählen, wann es sich darunterlegen möchte.

Wir wünschen deinen Kaninchen gute Besserung  🙂

*= Affiliate-Link zum Partnershop welcher die Produkte anbietet.

Posted in Gesundheit, Ratgeber.

Durch die Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen