Was Kaninchen besser nicht fressen sollten

Was Kaninchen besser nicht fressen sollten

Es gibt eine Menge Nahrungsmittel die für Kaninchen hervorragend geeignet sind und auf jedenfall angeboten werden sollten. Jedoch gibt es einiges, auf das man besser als Futtermittel verzichtet.

Erfahre in diesem Artikel mehr darüber, was Kaninchen besser nicht fressen sollten und was es mit Kohl, Getreide, Nüssen und Co. auf sich hat.

1. Getreide – Pro und Contra

Getreide, insbesondere Weizen ist, wie bereits beschrieben, nicht wirklich als Nahrungsmittel für Kaninchen geeignet. Dementsprechend verzichtet bitte auf Futter-Fertigmischungen, die Getreide enthalten. Oftmals ist auf den Packungen nicht aufgedruckt, um welche Art Getreide es sich handelt. Um Verdauungsproblemen vorzubeugen, falls Weizen enthalten ist, weicht man direkt auf eine andere Mischung aus.

Knabberstangen

Gegen eine »Knabberstange«* z.B. (die Getreide enhält) ist nichts einzuwenden, sofern ihr diese nur alle paar Wochen anbietet. Achtet darauf, dass diese frei von:

  • Zucker,
  • Farbstoffen und
  • Konservierungsmittel sind!

Hier verhält es sich ähnlich wie bei der Zuckerwatte beim Menschen: sie ist nicht gesund, schmeckt aber super.

Haferflocken

Getreide (z.B. in Form von Haferflocken) kann genutzt werden, wenn sich das Kaninchen von einer Krankheit erholt und körperlich aufgepeppelt werden muss. Durch die sehr energiereiche Nahrung kann schnell Körpergewicht zugelegt werden (ergänzend zum regulären Futter). Bitte klärt aber die tägliche Menge und „Behandlungsdauer“ mit eurem Tierarzt ab, da dies vom einzelnen Tier und seinem Gesundheitszustand abhängig ist.

Im Winter kann es passieren, dass das Kaninchen etwas Unterstüzung bei der Gewichtszunahme braucht, um sich einen warmhaltenden „Winterspeckt“ anzufressen. Vorallem bei einer Außenhaltung kann es also sinnvoll sein, dem Kaninchen mit einigen Gramm Haferflocken pro Tag bei der Gewichtszunahme zu helfen.

2. Nüsse / Sonnenblumenkerne für Kaninchen

Nüsse und Sonnenblumenkerne können Kaninchen ab und an gerne fressen. Jedoch nur in geringen Mengen. Auch hier verhält es sich ähnlich wie mit Getreide. Nüsse sind sehr energiereich und zudem sehr fetthaltig.  Daher am besten nur in kleinen Mengen anbieten. Vorallem Kaninchen in Außenhaltung können Nüsse zur Vorbereitung auf und während dem Winter gerne öfter angeboten werden. Bei Innenhaltung dienen Nüsse lediglich als willkommenes Leckerli zwischendurch.

Anzeige



3. Hülsenfrüchte

wie Linsen, Erbsen, Bohnen etc. sind ebenfalls ungeeignet für Kaninchen. Eine Ausnahme bilden z. B. getrocknete Erbsenflocken. Diese werden ab und an sehr gerne als Leckerli gefressen (vorsicht zuckerhaltig).

4. Zitrusfrüchte / Exotische Früchte

Zitrusfrüchte sind für Kaninchen nicht geeignet. Die Zitrussäure reizt den Magen und kann nicht verdaut werden. Es droht eine Durchfallerkrankung des Kaninchens. Außerdem sind exotische Früchte auch nicht für Kaninchen geeignet.

Was in der Hausapotheke deiner Kaninchen nicht fehlen sollte, erfährst du hier!

5. Zwiebeln – und Lauchzwiebeln

Zwiebeln  und Lauchzwiebeln sind für Kaninchen ebenfalls nicht wirklich geeignet, da diese zu scharf sind. Diese werden auch kaum gefressen. Daher sollten diese schrafen Gemüsesorten wenn dann nur in sehr geringen Mengen angeboten werden, sofern ansonsten eine ausgewogener Speiseplan vorhanden ist.
Frühlingszwiebeln z. B. haben eine antibakterielle Wirkung im Körper, senken den Blutdruck, Zucker- und Fettwerte im Blut. Dadurch kann es auch dünnflüssiger werden. Im Falle einer Krankheit können also Frühlingszwiebeln zur Behandlung selektiv und nach Absprache mit einem Tierarzt zur Behandlung durchaus eingesetzt werden.

6. Kohl für Kaninchen – Schlecht oder doch in Ordnung?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Kaninchen keinen Kohl fressen sollten.  Das ist allerdings nur sehr bedingt richtig und sollte ewas differenzierter bertachtet werden.

Kohlsorten können bei der Verdauung Gase im Bauch der Kaninchen erzeugen. Da sie nicht pupsen können, können sie davon Bauchschmerzen (durch Aufblähung) bekommen.  Zwar sind die unterschiedlichen Kohlsorten reich an Vitaminen und Mineralien, welche aber problemlos auch über andere Futtermittel (hier sind vorallem frische Kräuter zu nennen) vom Tier aufgenommen werden können, wenn das Kanichen den Kohl nicht vertragen sollte.

Verdauungsprobleme durch Kohl können entstehen – tun sie aber fast nie!

Wie oben beschrieben, können „Nebenwirkungen“ entstehen, müssen aber nicht. Bei gesunden Kaninchen mit einer abwechlsungsreichen Kost, schadet Kohl in der Regel gar nichts! Wie immer sollte man langsam „anfüttern“ und ggf. erst mit Brocolli, Kohlrabi & Blumenkohl beginnen und dann langsam Weiß- Rot- oder Grünkohl, Wirsing und so weiter hinzu geben.

Besonders eignet sich Kohl als Winterfutter für Kaninchen in Außenhaltung, da er Nährstoff- und Faserreich ist und das Kaninchen so bei der Gewichtszunahme unterstützen kann.

Im Folgenden findet ihr ein Video in dem das Thema Kohl & Kaninchen nochmals sehr schön aufgearbeitet wird.

 

Da ihr nun wisst, was eure Kaninchen besser nicht fressen sollten, erfahrt Ihr hier, was sie anstatt dessen fressen sollten  🙂

*= Affiliate-Link zum Partnershop welcher die Produkte anbietet.

 

Posted in Ernährung.